
Catalog persona
Maximilian von Arnim
Management consultant · 45
Monday-to-Thursday at the client, hotel weeks; expense-account dinners, and the weight creeping up for two years.
01Goals & constraints
- Das Steering Committee am Donnerstag ohne Last-Minute-Chaos über die Bühne bringen
- Unter der Woche wenigstens zweimal ein Abendessen, das kein Drei-Gänge-Spesen-Essen ist
- Bis zum Sommerurlaub vier Kilo runter, ohne dass es jemand im Projekt merkt
- Freitags wirklich um 15 Uhr Schluss machen, wenn die Kinder aus der Schule kommen
- Montag 6:47 Uhr ICE ab Düsseldorf, Donnerstagabend zurück — vier Tage Hotel, Koffer ist immer gepackt
- Klienten-Termine diktieren den Kalender; eigene Blöcke werden regelmäßig überbucht
- Abendessen fast immer mit Team oder Klient auf Spesen, Absagen wirkt schnell unkollegial
- Videoanruf mit Friederike und den Kindern um 19:30 Uhr ist gesetzt, sonst gibt es Ärger
02What they remember
Personalkosten-Datei existiert in fünf Versionen mit 1,8 Mio. Euro Spannweite; konsolidiert bis Dienstag 10 Uhr
Frau Sczesny · since 8 Jun
Personalkosten-Datenstand auf konsolidierte 1,1 Mio. Euro eingefroren (Freeze 09.06., mündliche Vogt-Freigabe)
Projekt FOKUS · since 9 Jun
Steering Committee am Donnerstag; Storyline auf Brandls Wunsch auf 'Zielbild zuerst' umgebaut
Projekt FOKUS · since 8 Jun
Trägt Variante B der Serviceorganisation unter der Bedingung regionaler Rufbereitschaft mit
Jürgen Maibaum · since 8 Jun
Trägt die rote Ersatzteil-Ampel und die konservative Effektzahl im Steering selbst; lehnt Upside-Szenario ab
Bernd Wielandt · since 9 Jun
Hat einen eigenen Redebeitrag im Steering zugesagt, Abstimmung mit Wielandts Büro bis Mittwoch
Jürgen Maibaum · since 9 Jun
03Open loops
04Mood, last 2 simulated days
05The calendar — recent days
9 Jun
Hotelfrühstück: Rührei-Vorsatz am Buffet
Hotelfrühstück-Buffet
Brandls zweite Anmerkung: v3 fertig bauen
Laptop (PowerPoint, Teams)
Shopfloor-Begehung Werkhalle 3 mit Maibaum
Werkhalle 3
Sczesnys Referenzzahl: Datenstand einfrieren
SharePoint des Klienten
Generalprobe Steering mit Wielandt und Brandl
Projektbüro Bau 7
Protokoll, Tracker-Stand und Versand der Pre-Reads
Outlook
8 Jun
ICE 599: Steering-Storyline im Bordbistro
ICE-Bordbistro
Telefonat mit Dr. Brandl kurz vor Stuttgart
Diensthandy
Tracker-Abgleich mit Lara im Projektbüro
Excel (Maßnahmen-Tracker)
Workshop Serviceorganisation mit Maibaums Team
Projektbüro Bau 7
Spätes Mittagessen: Restposten in der Klienten-Kantine
Klienten-Kantine
Datenabgleich Personalkosten mit Frau Sczesny
SharePoint des Klienten
Hotelabend: Folien v3 und Club-Sandwich
Laptop (PowerPoint, Teams)
06Moments that stuck
“Siebzehn Jahre, und der Partner hat mit der 3-Uhr-Sprachnachricht trotzdem recht — das ist das Ärgerlichste am Dienstag.”
7:45 Uhr im Projektbüro Bau 7, vor Lara da. Er hört Brandls zweite Sprachnachricht von gestern Nacht noch einmal ab: Die Zielbild-Einstiegsfolie soll 'weniger Berater-Geometrie, mehr Brixner-Sprache' — konkret will Brandl die Original-Zitate aus den Mitarbeiter-Interviews vom Mai auf der Folie sehen. Maximilian kramt die Interview-Synthese aus dem SharePoint, wählt drei Zitate aus, eines von einem Servicetechniker aus Maibaums Mannschaft ('Wir reparieren schneller, als der Prozess erlaubt'), und baut die Folie um. Es funktioniert besser, als er zugeben möchte. Danach zieht er die Ampel-Folien auf den Tracker-Stand von gestern und lässt für Kapitel 3 den Platzhalter 'Datenstand Di 10:00' stehen. Um 9:10 Uhr ist die v3 bis auf die Personalkosten-Zahl fertig. Damit ist Brandls offene Anmerkung von gestern abgearbeitet — der Rest des Kapitels hängt jetzt allein an Sczesny.
“Maibaum ist gerade vom größten Risiko zum besten Zeugen geworden — wenn ich das Donnerstag nicht verbrenne.”
9:30 Uhr, Sicherheitsschuhe und Warnweste am Eingang von Werkhalle 3. Maibaum führt persönlich: Montagelinie der Kartonierer, dann die Service-Ecke, wo zwei Techniker an einer zurückgekommenen Maschine eines Schweizer Kunden arbeiten. Maibaum inszeniert das durchaus — er will zeigen, was 'gewachsenes Team' praktisch heißt — aber der Punkt sitzt: Bei der Störung am Freitag hat der Techniker den Kollegen aus der Nachbarregion direkt angerufen, am offiziellen Ticketprozess vorbei, und die Maschine lief vier Stunden früher. Genau diese kurzen Wege bedroht Variante B, wenn die Rufbereitschaftsklausel nur auf dem Papier steht. Lara fotografiert die Ersatzteil-Zwischenlager, die offiziell nicht existieren. Maximilian notiert zwei konkrete Anpassungen für das Betriebsmodell-Kapitel. Es ist laut, es riecht nach Schneidöl, und um 10:40 Uhr hat Sczesny immer noch nichts hochgeladen — er schaut dreimal aufs Handy.
“Von fünf Dateien auf eine, von 1,8 Millionen Spannweite auf einen Freigabevermerk — das war der eigentliche Arbeitsbeweis dieser Woche.”
11:20 Uhr, zurück in Bau 7, ruft Sczesny an, bevor er sie anrufen kann: Die konsolidierte Datei liegt jetzt im SharePoint, aber Herr Vogt hat auf dem Werksrundgang nur mündlich freigegeben — 'mit dem Hinweis, dass die Zahl konservativ ist'. Der konsolidierte Serviceeffekt: 1,1 Millionen Euro statt der 1,9 aus der optimistischsten Altversion. Maximilian rechnet kurz gegen, die Herleitung ist sauber, die Annahmen stehen sauber dokumentiert auf einem eigenen Tabellenblatt. Er friert den Stand ein wie Montag vereinbart: Datei umbenannt in 'Personalkosten_STEERING_FREEZE_0906', Quelle und Freigabevermerk auf die Kapitel-3-Folie, Altversionen bleiben im Archivordner. Die niedrigere Zahl macht die Story unbequemer — der Business Case trägt trotzdem, nur ohne Puffer. Um 11:55 Uhr geht die vollständige v3 an Brandl, fünf Minuten vor der eigenen Deadline. Mittagessen: die Butterbrezel, die Lara ihm vom Bäckerwagen mitgebracht hat, am Schreibtisch.
“Brandl wollte noch einmal drehen, und der Klient hat ihn gestoppt — schöner kann ein Dienstag in diesem Beruf eigentlich nicht enden.”
15:30 Uhr im großen Besprechungsraum von Bau 7, Wielandt kommt pünktlich, Brandl direkt vom Flughafen fünf Minuten zu spät. Maximilian spielt die Unterlage komplett durch. Die Zielbild-Eröffnung mit den Interview-Zitaten funktioniert — Wielandt liest das Servicetechniker-Zitat zweimal und sagt: 'Das lasse ich am Donnerstag genau so stehen.' Bei der konservativen 1,1-Mio.-Zahl fragt er hart nach, akzeptiert dann aber Herleitung und Vogt-Freigabevermerk; Brandls spontaner Versuch, 'das Upside-Szenario wenigstens im Anhang' zu zeigen, wird von Wielandt selbst abgeräumt. Beim roten Ampelstatus der Ersatzteillogistik übernimmt Wielandt die Botschaft in eigene Worte, statt auf die Berater zu verweisen — genau das, worauf Maximilian seit Wochen hinarbeitet. Zwei Auflagen bleiben: Die Rufbereitschaftsklausel kommt von der Fußnote auf eine eigene Folie, und Maibaums Redebeitrag wird vorher mit Wielandts Büro abgestimmt. Keine Storyline-Drehung mehr. Um 17 Uhr ist die Unterlage faktisch final.
“Donnerstag kann trotzdem noch alles passieren — aber heute Nacht schlafe ich zum ersten Mal seit Wochen vor Mitternacht.”
17:15 Uhr, das Projektbüro leert sich, Lara zieht die Rufbereitschaftsklausel auf die neue eigene Folie, Maximilian schreibt parallel das Generalproben-Protokoll und die Mail an die neun Steering-Teilnehmer. Pre-Read-Versand mit Lesehinweis, Tracker-Stand als PDF im Anhang, Antwort-bis-Mittwoch-Bitte für Rückfragen. Der SharePoint braucht drei Anläufe für den Upload der finalen Fassung — wie immer, wenn es eilt. Um 18:20 Uhr ist alles raus, zwei Tage vor dem Steering, so früh wie noch nie in diesem Projekt. Danach Teamessen beim Italiener an der Pragstraße, nicht mehr abzusagen: Brandl bestellt Vorspeisenplatte für den Tisch, Maximilian schafft es, beim Hauptgang zu bleiben und das Tiramisu abzulehnen — die Vorspeisen zählt er großzügig nicht. 21:40 Uhr zurück im Hotel, kurze Gute-Nacht-Nachricht an Friederike mit Foto der versendeten Pre-Read-Mail: 'Unterlage ist raus. Donnerstag noch, dann komme ich heim.'
Lived days are authored in German — the panel’s native language — by the nightly simulation, and shown unedited. Synthetic persona: validate findings against real customer evidence.